Was sind überhaupt Skills?

 

Unter Skills versteht man jedes Verhalten, das in einer schwierigen Situation kurzfristig wirksam ist und langfristig nicht schädlich ist.


Hier eine Auswahl an Skills, die entweder die Anspannung reduzieren oder beruhigen können. Hier heißt es ausprobieren bis man "seine" Skills gefunden hat und daraus eine Skills-Kette bildet. 
Dabei heißt es üben und ausprobieren. Hat man seine Skills gefunden, sollten diese "eingeübt" werden und wenn möglich bei sich geführt werden.

Hier nun einige Beispiele:

  • Puzzles
  • Lesen
  • Sport
  • zu einer Ausstellung gehen
  • malen
  • Mandalas malen
  • Tagebuch schreiben / Briefe schreiben 
  • Kino / Theater etc.
  • Aufräumen / Putzen
  • Renovieren / Möbel umstellen / Dekorieren
  • Mit Haustieren spielen
  • Freunde besuchen oder anrufen
  • Jonglieren 
  • Knete kneten
  • Körperhaltung gegen das eigentliche Gefühl verändern (Lächeln auch wenn es einem nicht danach ist).
  • Fernsehen, Hörspiele
  • Luftballons aufblasen und zum platzen bringen
  • Knoten in ein Handtuch machen und aufs Bett oder Couch einschlagen; geht auch mit Papierrollen ganz gut.
  • Rennen / Treppen schnell hoch und runter laufen.
  • Barfuß durch eine Pfütze laufen 
  • (laute) Musik hören
  • Lieblingsparfum, Hautcreme, Ätherische Öle riechen.
  • Frische Kräuter kauen
  • Chilli oder Ingwer kauen
  • Ammoniak riechen
  • Igelball
  • Gummiband am Arm
  • Barfuß laufen 
  • Wärmflasche
  • Baden
  • sich abklopfen 
  • Shoppen 
  • Imaginationsübungen ("sicherer Ort")
  • Fotos anschauen
  • sich an angenehme Erlebnisse erinnern
  • sich in ein Kaffee setzen und Leute beobachten
  • Yoga, Chi Gong
  • PME
  • Sauna
  • Spaziergang 
  • Achtsam eine Tasse Tee trinken
  • 3-2-1 Übung 
  • Coolpack auflegen
  • Finalogon Verband
  • Kalt duschen / Wechselduschen
  • Stricken / Häkeln / Nähen / Filzen
  • in ein Kissen beißen / in ein Kissen schreien
  • Auf die Atmung achten, länger aus- als einatmen. 
  • sich mit den Rücken an eine Wand lehnen und die Knie im 90° Winkel aufstellen
  • Büroklammern ineinanderhängen und so schnell wie möglich wieder auseinandermachen
  • Konzentrationsübungen (z.B. Sudokus)

Welcher Skill besonders nützlich ist, ist nicht nur von Mensch zu Mensch verschieden, sondern hängt auch von der aktuellen Stressbelastung ab. Um mit der Zeit ein Gespür dafür zu entwickeln, was wann hilft, hat es sich bewährt, die aktuelle Stressbelastung auf einer Skala von 0-10 einzuordnen. Wenn eine Veränderung des Stresspegels auftritt, verändern sich auch Körperreaktionen, Gedanken, Gefühle und Verhalten.

 

Im Berech zwischen 0 und 3: "es geht mir gut," "Zustands angenehmer Entspannung"

der Bereich zwischen 3 und 7 entspricht einem mäßigen, noch gut steuerbaren Stressniveau.

Im Bereich zwischen 7 und 10 liegt ein Hochstresszustand vor.

 

Ab einem Stresspegel von ca. 7 muss damit gerechnet werden, dass die Regulation nicht mehr dem freien Willen horscht und das es zu automatisierten Problemverhalten, Krisensymptomen kommt. 

 

Dabei sollte man beachten, dass sich Stress nicht nur durch Übererregung (Anspannung, innerer Druck, Panik, Wut...) ausdrückt, sondern auch durch eine Untererregung / Dissoziation ("Benebelungsgefühl, neben sich stehen").