Versorgungskrankengeld

Ist das Opfer einer Gewalttat aufgrund des tätlichen Angriffs arbeitsunfähig erkrankt, gilt der Grundsatz Rehabiliation vor Rente.

 

Zum Ausgleich des Verdienstausfalls wird Versorgungskrankengeld gezahlt.

Dieses hat die gleiche Funktion wie das Krankengeld.

 

Das Versorgungskrankengeld kann ebenso wie die Heilbehandlung auch schon vor Anerkennung des Versorgungsanspruchs geleistet werden (§ 16 i.V.m. § 10 Abs. 8 BVG).

 


Berechnung des Versorgungskrankengeldes

Die §§ 16a - 16f BVG regeln die Berechnung des Versorgungskrankengeldes.

 

Das Versorgungskrankengeld beträgt 80 v.H. der erzielten regelmäßigen Entgelts (Regelentgelt) und darf das regelmäßige Nettoarbeitsentgelt nicht übersteigen.

 

Beispiel:

Bruttoeinkommen = 1.600,00 EUR         davon 80% = 1.280,00 EUR

Nettoeinkommen = 1.295,00 EUR

Hier wird Versorgungskrankengeld i.H.v. 1.280,00 EUR gezahlt.

 

Bruttoeinkommen = 3.100,00 EUR         davon 80% = 2.480,00 EUR
Nettoeinkommen = 1.780,00 EUR

Hier wird Versorgungskrankgeld in Höhe von 1.780,00 EUR gezahlt.

 

 

Das Regelentgelt wird bis zur Höhe der jeweils geltenden Leistungsbemessungsgrenze berücksichtigt. Leistungsbemessungsgrenze ist der 360. Teil der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung für Jahresbezüge.

Aktueller Stand

Derzeitige Leistungsbemessungsgrenze