Versorgungsanspruch bei selbst durchgeführter Heilbehandlung, § 18 Abs. 3, 4 BVG


Vielen Gewaltopfern ist es aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, rechtzeitig vor Behandlungsbeginn den Versorgungsträger aufzusuchen.

Für diese Fälle regelt § 18 Abs. 3, 4 BVG den Kostenersatz bei selbst durchgeführter Heilbehandlung.

Danach sind die Kosten der notwendigen Behandlung in angemessenen Umfang zu erstatten.

 

 

 

Bei selbst durchgeführten Heilbehanlungen NACH Anerkennung des Versorgungsanspruchs, sind die Kosten nach § 18 Abs. 4 S. 1 BVG in angemessenen Umfang zu erstatten, wenn unvermeidbare Umstände die Inanspruchnahme des Trägers unmöglich machten.

Unvermeidbare Umstände idS liegen insoweit vor, wenn der Betroffene bei im Verkehr erforderlicher Sorgfalt nach den persönlichen Fähigkeiten das Versorgungsamt rechtzeitig nicht in Anspruch nehmen konnte.