Das OEG enthält keine eigenständigen Versorgungsleistungen. Vielmehr ist nach § 1 Abs. 1 OEG der Leistungskatalog des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) anzuwenden.

Dieser umfasst insbesondere Heilbehandlungen der Schädigung, einkommensunabhängige Rentenleistungen aufgrund verbleibender Schädigungsfolgen sowie einkommensabhändige Leistungen mit Lohnersatzfunktion.

 

Der Leistungsumfang des OEG ist zum Teil größer als der einer gesetzlichen Krankenversicherung. So sind z.B. keine Zuzahlungen zu erbringen. Fahrtkosten zum Arzt werden erstattet und gegebenenfalls können zu den verordneten zusätzliche Therapiestunden bewilligt werden. 

 

Achtung:

Eigentums- und Vermögensschäden werden nicht entschädigt. Ebenfalls wird kein Schmerzensgeld bezahlt.

 

Es wird eine Entschädigung für alle Gesundheitsschäden geleistet, die sich aus einem vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff ergeben, sowie für die wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitsschädigung.

Psychische Beeinträchtigungen sind als Gesundheitsschäden anerkannt.

 

Das soziale Entschädigungsrecht sieht unterschiedliche Einzelleistungen vor:

  • Heil- und Krankenbehandlungen, solange die gesundheitlichen Folgen der Tat fortbestehen.
  • Heil- und Hilfsmittel
  • Rehabilitationsmaßnahmen
  • monatliche Rente (ab einem GdS von 25, Höhe gestaffelt nach dem GdS); unabhängig vom Einkommen und Vermögen des Antragstellers.
  • Anspruch auf eine zusätzliche einkommensabhängige monatliche Rentenleistung, wenn sich die gesundheitliche Störung negativ auf das Einkommen ausgewirkt hat.
  • zusätzliche Leistungen (z.B. Hilfen zur Weiterführung des Haushalts, zur Pflege bei wirtschaftlicher Bedürftigkeit)
  • ergänzend, meist einkommensabhängige Leistungen der Kriegsopferfürsorge bei besonderem Bedarf.