Fonds "sexueller missbrauch im familiären Bereich"


Aktuelles: Verlängerung der Antragsfrist!!!

 

Nach einer aktuellen Meldung vom 29.03.2016 können Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kindes- oder Jugendalter über den 30. April 2016 hinaus Anträge auf Hilfeleistungen an die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch richten. 


Zur Unterstützung von Betroffenen bei der Linderung der Folgen sexuellen Missbrauchs hat die Bundesregierung am 1. Mai 2013 den Fonds "Sexueller Missbrauch im familiären Bereich" als ersten Teil des sogenannten "Ergänzenden Hilfesystems" aufgelegt. Ursprünglich konnten Betroffene Sachleistungen bis zum 30. April 2016 beantragen. Die Antragsfrist wurde nun verlängert. Ein Datum bis wann Anträge gestellt werden können besteht derzeit nicht. 

 

An wen richtet sich der Fonds?

Der Fonds will Menschen unterstützen, die in ihrer Kindheit oder Jugend in der Familie oder im familiären Umfeld sexuelle missbraucht wurden und noch heute unter den Folgewirkungen leiden. Der Fonds richtet sich an Betroffene, die keine oder nicht ausreichende Leistungen der bestehenden Hilfesysteme wie der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung oder Leistungen nach dem OEG erhalten.

 

 

 

Welche Leistungen können beantragt werden?

Der Fonds bietet verschiedene Möglichkeiten, die Leistungen des gesetzlichen und sozialrechtlichen Systems zu ergänzen. Für diese sogenannten "Sachleistungen" stehen pro Person maximal 10.000 EUR zur Verfügung. Bis zu dieser Höchstgrenze können folgende Hilfen auch nebeneinander, gewährt werden:

  • Psychotherapeutische Hilfen
    - Fortführung einer Psychotherapie nach Beendigung der Finanzierung durch die Krankenkassen
    - Vor- oder Überbrückungsfinanzierung 
    - Übernahme von Kosten für Psychotherapien, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
    - Übernahme der Kosten für anerkannte Fachtherapien (u.a. Bewegungs-, Musik-, Ergo-, Kunst- und 
       Tiertherapien)
  • Übernahme der Kosten zur individuellen Aufarbeitung des Erlebten. Dazu gehören angemessene Kosten, die im Zusammenhang mit Fahrten zu therapeutischen Sitzungen anfallen, oder Kosten, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Angeboten von Selbsthilfeorganisationen anfallen.
  • Hilfe bei der Beschaffung von Heil- und Hilfsmitteln, z.B. Physiotherapie, Ergotherapie, Massagen, Logopädie (medizinische Dienstleistungen) und Rollstühle, Prothesen, Hörgeräte (sachliche medizinische Leistungen).
  • Unterstützung von Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen, z.B. Übernahme der Kosten für das Nachholen von Schulabschlüssen, Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums sowie Umschulungen.
  • Sofern ein besonderer Härtefall vorliegt, kann ausnahmsweise auch einen nicht zu den regulären Leistungen gehördende Unterstützung gewährt werden. Dazu gehört die Hilfe zur Verbesserung der Mobilität oder der Wohnsituation.

 

 

 

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Antragsformular
Stand Februar 2015 (aktuell)
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